Mein Kleiderschrank nach 40 Kilo weniger – und warum ich nur noch passende Kleidung behalte

Vor einiger Zeit war mein Kleiderschrank ein einziges Durcheinander. Da hingen enge Jeans, die ich „irgendwann wieder tragen wollte“, weite Shirts aus der „Übergangszeit“ und zwischendurch ein paar wenige Lieblingsstücke, die tatsächlich passten. Jeder Blick hinein war eine kleine emotionale Achterbahnfahrt – Erinnerungen, Ziele, Frust, Hoffnung, alles auf einer Kleiderstange.

Dann habe ich 40 Kilo abgenommen. Und irgendwann stand ich vor der Frage: Was mache ich jetzt mit all den Sachen? Zuerst wollte ich sie aufheben – „man weiß ja nie“. Aber dann kam der Moment, in dem ich gemerkt habe: Ich will nicht zurück. Weder körperlich … noch mental. Ich will mich in meiner Kleidung wohlfühlen – jetzt.



fliederfarbene bluse violette Louis Vuitton artsy


Also habe ich aussortiert. Alles, was zu groß war, durfte gehen. Und alles, was ich aufbewahrt hatte, obwohl es nicht mehr passte, kam ebenfalls weg. Am Ende blieben nur die Stücke, die wirklich meine jetzige Größe und meinen Stil widerspiegeln. Also fast nichts mehr.😳
Ich begann einzukaufen, zaghaft erst wenige Stücke neu im Laden. Ich war einfach fasziniert, dass mir das jetzt passt. Ich achtete wenig auf die Kombinierbarkeit, ich kaufte was mir gefiel, weil ich es konnte, weil es passte. 
Einige Wochen später, begann ich mich vorsichtig bei einem großen secondhand Onlineshop umzusehen und fand das Angebot richtig gut. Ich merkte schnell, es gibt wahnsinnig viel und filterte nach den Farben, der Größe, die ich gerne tragen würde und die gut zu mir passen. Viele Sachen fanden so den Weg in meinen Kleiderschrank. 

Nun stehe ich darin und sehe Kleidung in die ich passe und die sich, mit wenigen Ausnahmen, wunderbar miteinander kombinieren lässt.


Ich fühle mich wohler in meiner Haut und habe Spaß an den schönen Teilen in meinem Schrank. Ich kann alles tragen, was darin hängt, weil ich nichts mehr behalte, wenn es sich nicht richtig anfühlt. Ich habe sogar eine Jeans ohne Stretchanteil, was ich eigentlich nie mehr wollte, denn wider erwarten fühlt sie sich toll an, engt nicht ein, auch nicht im Sitzen. Ich liebe sie, die weiße Barrel Jeans. 


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Plötzlich wurde Kombinieren ganz leicht 


Früher hatte ich ständig das Gefühl, „nichts zum Anziehen“ zu haben, obwohl der Schrank voll war. Heute ist es das Gegenteil: Ich habe weniger Teile, aber alles passt perfekt zusammen. Weil alles sitzt, kann ich leichter kombinieren. Ich sehe sofort, welche Farben und Schnitte harmonieren, und jeder Griff in den Schrank ist ein Treffer.
Ich habe keine Probleme meinen Blog „zu füttern“ und ich habe immer Outfitfotos zur Hand, weil ich mich einfach gern anziehe. Sogar mal nur für Zuhause! Das kenne ich so gar nicht, ich war zu meinen früheren übergewichtigen Zeiten, meist froh, wieder aus der Kleidung rauszukommen. Heute habe ich eher Angst vor Flecken auf den schönen Lieblingsstücken, möchte sie aber dennoch tragen.☺️



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Ich nerve den Göga und schwärme ihm vor, wie toll sich dieses Outfit anfühlt und nötige Sarah häufiger denn je zu Blogfotos. Manchmal gleich für 3 Looks an einem Nachmittag und ich kann es kaum erwarten, euch die Fotos zu zeigen. Ich habe Mitte April meine Posts schon fertig für den kompletten Mai, ich bin gerade unaufhaltsam. Ich würde sagen, meine Modeliebe hat sich verschlimmert, an einer Stil-Blockade (Die Angst, den eigenen Stil zu verändern oder neue Modetrends auszuprobieren, oft aus der Sorge heraus, Fehler zu machen) leide ich schon mal nicht.
😅🤭 
Ich brauche keine zehn Minuten mehr, um ein Outfit zu finden, das passt und in dem ich mich wohlfühle. Und genau das macht Mode so viel entspannter. 



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liederfarbene Ulla Johnson bluse kette mit Anhänger 13 Sonnenbrille Violet


Outfitdetails:
Bluse: Ulla Johnson, secondhand momx fashion 2026
dunkle wide-leg Jeans: Bonprix 2026
Denim-Ballerina Schuhe: Zara 2025
Tasche Artsy: Louis Vuitton 2011
Sonnenbrille: Pepe Jeans 2017
Armbänder: Weihnachtsgeschenk; Flohmarkt Wien



Kleidung die passt verändert das Körpergefühl


Was ich unterschätzt habe: Wie sehr Kleidung das Selbstbild beeinflusst. Früher habe ich mich oft unwohl gefühlt, weil nichts so saß, wie ich es mir vorgestellt hatte. Jetzt ziehe ich ein Outfit an und denke: Ja, das bin ich.
Ich habe 
gelernt, dass es keinen Sinn macht, auf die Zukunft zu warten, um sich gut zu fühlen. Kleidung sollte mich jetzt unterstützen – nicht „wenn ich wieder X Kilo wiege“.

Nur passende Kleidung im Schrank zu haben ist kein Modetipp – es ist ein Akt der Selbstfürsorge. Es bedeutet, loszulassen, was nicht mehr zu einem gehört, und Raum zu schaffen für das, was wirklich passt – körperlich und emotional.
Seit ich nur noch passende Kleidung besitze, macht Mode wieder richtig Spaß. „Sarah, können wir Outfitfotooooos shooooten bitteee?!"😅🤭

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzlichst Tina



4 Kommentare:

  1. So ein Schrank voller kombinierbarer Lieblingsteile ist ja auch eine schier unerschöpfliche Quelle für neue Outfits. Ich bin schon ein bisschen eingefahren mit meinen Kombinationen und greife sehr zielsicher immer wieder die Wohlfühl-Looks raus. Wenn ich experimentiere, sieht es meist anders aus, als in meiner Vorstellung. Vielleicht ist das aber eher ein Problem mit der Sehgewohnheit als mit der Kleidung. Manche Trends mag man ja plötzlich auch, nachdem man sie nur oft genug gesehen hat 🤔. Ich kann gut verstehen, dass du so rigoros aussortierst. Man will ja nicht nur ständig mit dem alten Ballast konfrontiert sein sondern das schöne Neue auch direkt vor Augen haben. Zum Glück hast du so eine geduldige Fotografin - die im übrigen wirklich immer wieder schöne Bilder von dir zaubert und ein gutes Gespür für die Perspektive hat!
    Liebe Grüße!

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  2. Liebe Tina,

    das glaub ich dir, dass du dein neues Modegefühl umsetzen willst und kannst und es sieht auch klasse aus.
    Die Farbe der Bluse und das Muster, und die feinen Plisseefalten, so schön und sommerlich.
    Gut, dass du die zu große Kleidung weggegeben hast. Dass du nicht mehr zu deinem alten Gewicht zurückmöchtest und alles tust, dass es so bleibt wie es ist, das schaffst du. Weil du jetzt ein neues Körpergefühl hast - unabhängig von der Kleidung.

    Bitte sehr gern, die Karte für Luci. ☺️

    Tina, ich war gestern zur 2. Gürtelrose-Impfung. Heute tut mir der Arm ein ganzes Stück mehr weh als bei der 1. Dabei dachte ich, die 1.te wäre schlimmer. Da muss ich mir wohl heute eine kleine Belohnung kaufen. ☺️

    Liebe Grüße,
    Claudia

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  3. Herzlichen Glückwunsch zur Vollendung deiner Kleiderhäutung. Jetzt ist dein Kleiderschrank ein wunderschöner Schmetterling! Und du mit ihm!

    Natürlich tut es auch weh, sich von zu großen Sachen zu verabschieden, wenn man sie mochte oder sie teuer waren. Aber der Lohn ist das tolle Gefühl, dass du so schön heute beschreibst: Ein Kleiderschrank, aus dem du wirklich schöpfen kannst und nicht erst Perlen suchen musst.

    Happy Pink Friday!

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  4. Liebe Tina,
    den alten Ballast, egal in welcher Form, hinter sich zu lassen, ist manchmal schwerer als man denkt, auch wenn man weiß, dass man ihn nicht mehr braucht. Wenn man es dann aber schafft, fühlt man sich leichter und ist offen für Neues. Du bist happy mit deinen neuen Errungenschaften und es ist viel besser als vorher. Mit deinem super Händchen beim Shopping füllst du deinen Kleiderschrank sicher wieder gut auf 😉.
    Die Bluse steht dir super und lässt dich richtig strahlen ☀️.

    Hab einen tollen Tag und genieße dein Wochenende
    Antonette

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Worauf wartet ihr, kommuniziert mit mir ♥
herzlichst Tina