Blogparade November - My must-have

Und wieder ist ein Monat vergangen und es gibt auch im November eine ü30blogger & friends Blogparade. Es soll um ein Must-have, genau genommen um mein Must-Have gehen. Das hat mich ganz schön zum Nachdenken gebracht. Ich will jetzt gar nicht davon reden dass ja Gesundheit, Glück und Freiheit mein Must-have ist, da würde ich wohl nichts Neues erzählen. Wünschen wir uns das nicht alle? 

Und es sollte auch um MEIN Must-Have gehen und nicht um das was uns die Fashionmagazine zum Beispiel als DAS Must-Have der Saison vorgeben.

Nun was muss ich haben oder besser gesagt was möchte ich euch heute hier erzählen? Als das Thema vorgeschlagen wurde war ich total sicher es würde ein Beitrag über Taschen werden. Aber ich konnte tatsächlich nicht so richtig dafür "brennen". Echt jetzt?! Ja, aber krank fühlte ich mich aber nicht!😊

Dann habe ich mir selbst die Frage gestellt, bei was ich denn kürzlich dieses Gefühl hatte ES HABEN ZU WOLLEN?! Sofort hatte ich das Bild von der olivgrünen Satinbluse, den orangeroten chunky Boots und einer Halskette von DaSempre im Kopf!  Na klar, das muss es sein. Mit den Boots bin ich sogar fashionmäßig beim Must-Have der Magazine dabei. Ich kanns verstehen, ich liebe die Boots.





 


Gerade beschäftigte mich (m)ein weiteres Must-Have. Meine Gesichtspflege von Beyer&Söhne, welche mich durchs ganze Jahr begleitet und die ich wirklich immer brauche. Sie vermittelt mir das Hautgefühl das ich mir wünsche. Da die Apothekersöhne nur einmal im Jahr eine Rabattaktion anbieten und zwar am Blackfriday-Wochenende, also genau jetzt gibt es 20% Rabatt und dann ein ganzes Jahr nicht mehr.
Da ich ohne mein Squalan und meine Hautcreme Anti Aging für trockene Haut nicht leben kann habe ich mir am Freitag 2x die Creme und 3x Squalan geordert. Sarah tut das übrigens auch. Das hält uns dann etwa ein Jahr. Wir haben schon sehnsüchtig auf den Termin gewartet, denn die Creme neigt sich dem Ende. Ich würde an der Söhne Stelle ja zumindest an Muttertag nochmal eine Aktion anbieten. Was deutsche Firmen am Black Friday finden erschließt sich mir nicht. Egal ich freu mich auf meine Creme, die ist für mich ein echtes Must-Have. Na ja soo teuer ist sie nicht, Preis-Leistung ist wirklich sehr gut, aber wer spart nicht gern 20%? Das ersparte Geld werde ich in den von Sunny vorgestellten 
"Gute Taten Adventskalender" investieren. Eine tolle Sache! Sunny ich danke Dir fürs Vorstellen dieses tollen Projektes. Schaut mal bei ihr vorbei, vielleicht ist das auch was für euch! Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf meinen Kalender. Der könnte ein jährliches Must-Have für mich werden und ist zudem eine tolle Geschenkidee für Leute die alles haben und gerne Gutes tun.😉


Noch ein absolutes Must-Have ist unsere Laila. Ich kann nicht ohne Hund im Haus leben. Als Luna im März leider verstarb war es Zuhause nicht wie es sein soll. Auch jetzt trifft uns das Ereignis noch sehr, wenn wir daran denken. Laila bringt uns allerdings viel Leben und Freude ins Haus. Sie ist zu 100% ein Familienmitglied und wir sind täglich froh uns genau für sie entschieden zu haben.

Laila's Must-Have ist übrigens immer noch ihr rosa Latexschweinchen, neben Knuddeleinheiten und Leckerlis.


Funfact: Als ich im Kleiderzimmer gestanden habe um meine Sachen fürs Shooting auszuwählen, wurde mir bewußt dass ich in einen Raum voll Must-Haves stehe. Alles darin "musste ich unbedingt haben" und alle Sachen die darin sind liebe ich. Sogar meine Socken!😁 Ich kaufe nämlich nur noch Sachen die ich richtig gerne mag. In die ich mich verliebe. Deshalb habe ich auch nie eine richtige Winterjacke, weil es da noch nie gefunkt hat. Ich gebe das Geld dann meist für eine Tasche oder eine Strickjacke aus und friere mich durch den Winter. Echt schlimm diese Macke.

Apropos Tasche, ich habe beim Shooting bewußt auf eine Tasche verzichtet! Ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht, denn ich glaube die meisten haben gedacht es ginge bei mir wahrscheinlich wieder NUR um Taschen. Ha erwischt?! Ich bin manchmal einfach unberechenbar.😁

Das ist übrigens eine Blogparade der ü30blogger an der ihr teilnehmen könnt. Ganze vier Wochen habt ihr Zeit für einen Post. Worauf wartet ihr noch?!

Ich wünsche euch einen wunderschönen ersten Adventssonntag, herzlichst Tina

You are invited to the Inlinkz link party!

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Hachz Brautkleider! - OOTD

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Ich kann gar nicht sagen wie viele Folgen "Zwischen Tüll und Tränen" wir schon gesehen und die vielen wunderschönen Brautkleider angeschmachtet haben. Heute noch schauen wir die Sendung zusammen, wenn ich Sarah in ihrer Mittagspause besuche. Wir sind also schon alte Hasen was das Brautkleidshopping betrifft. Sollte man meinen. 😁 Ich habe mir diesen Tag immer herbeigesehnt, an dem wir selbst mal ein Brautmodengeschäft betreten würden.  Als wir auf der Brautmesse Trau in Mannheim waren, haben wir uns natürlich schon bei diversen Ausstattern umgesehen und ein Kleid fand Sarah auch besonders schön. In diesem Brautmodengeschäft wollte sie auf jeden Fall einen Termin vereinbaren. Hachzz und der war letzten Samstag.♥

Ich war echt aufgeregt, so eine freudige Aufregung, das kennt ihr bestimmt, die euch nicht mehr länger schlafen lässt?! Also bin ich früh aufgestanden um gemütlich in den frühen Samstag zu starten. Der Termin war auch gleich zur Ladenöffnungszeit um 10 Uhr geplant, also passte das doch super. Was ziehe ich an? Auf jeden Fall etwas Seriöses.😉 Und eine größere Tasche für den "dicken Geldbeutel" denn natürlich möchte ich Sarahs Brautkleid bezahlen. Viele Taschentücher und natürlich Mundnasenmasken. Wie das bei Bloggers Zuhause so ist, werden natürlich vor dem Losfahren noch Outfitfotos geshootet. Sarah kennt das schon zur Genüge und wundert sich über nichts mehr. Da sind wir schon ein super eingespieltes Team. Ich komme mit der Kamera zu ihr rüber, klopfe im Vorbeilaufen an ihr "Blumenfenster" und schon ist meine Fotografin Sarah zur Stelle.  Meine "Shootingmauer" steht ja praktischerweise in ihrem Garten. 😁

Sarah hatte sich als Begleitung ihre Freundin und Trauzeugin Laura und die zukünftige Schwiegermama eingeladen. Wären wir nicht mitten in einer Pandemie hätte sich noch  die 88 jährige Oma unserer entspannten Mädelsrunde angeschlossen.

Lange fahren mussten wir nicht, das erwählte Brautmodengeschäft "Die Braut"  liegt nur einige Autominuten entfernt. Besser gehts nicht.

Es war kalt am letzten Samstag Morgen, da musste zum Kleid auf jeden Fall ein Mantel. 

Ich habe mich für mein graues Kleid mit dem Plisseerock entschieden. Ich habe es kürzlich seitlich am Oberteil ein wenig enger genäht. Da es kurze Ärmel hat und ein wenig weit war, konnte man seitlich reinschauen.  Ihr kennt es bereits aus dem Modischen Matronen Art Deco Post.

 Kleid: Asos, 2017
Kaschmircardigan: Boden, 2015
Mantel : aus einer Kooperation mit Laura Kent, 2016
Walkwoll-Schuhe: Intramontabile,2016
Tasche: Paula Cademartori, 2020
Ohrringe: Kate Spade, 2020 
Armband: Weihnachtsgeschenk einer Patientin





 

So nun aber schnell los, zu unserem Brautkleidanprobetermin. Ich nehme euch mit, das ist mittlerweile Ehrensache! 😉

Das Geschäft ist ganz schön groß. Die Auswahl auch. Ich finde es sehr angenehm, dass jede Braut samt Entourage einen eigenen Raum, zur Verfügung hat. Wir waren im gemütlichen Raum Berlin "einquartiert".


Es kann losgehen...Juhuu!  Sarah wurde zuerst nach ihren Vorstellungen gefragt. Sie hatte im Vorfeld auf einem Fragebogen auch schon einige Details angegeben und auch das Kleid erwähnt welches uns auf der Brautmesse so gefallen hat.  Das hilft der Beraterin eine Vorstellung zu bekommen, was gewünscht wird.  

Dann sind wir alle losgezogen um auf Brautkleidsuche zu gehen. Wir durften die Kleider auch anfassen und auswählen. Soo viele Kleider, wirklich für jeden Geschmack und es kamen 7 Kleider in die Vorauswahl. Darunter auch eine weite Tüll-Prinzessin und ein körperbetontes Kleid. Sarah wurde ermutigt wirklich auszuprobieren was sie möchte. Das fand ich super positiv.

Ich habe mehr Fotos gemacht vom Aussuchen als selbst etwas auszusuchen. Überhaupt wollte ich mich tatsächlich auch etwas zurückhalten, denn ich finde manchmal mischt sich die Entourage und gerade auch die Mama sehr ein. Und das wollte ich auf keinen Fall. Sarah sollte sich selbst in ein Kleid verlieben. Interessanterweise wurde es genau das Kleid, welches bei uns drei Begleiterinnen der absolute Favorit war. Da waren wir uns alle einig.  Das haben wir Sarah aber erst nach ihrer Entscheidung gesagt. Ich sehe es wenn sie glücklich ist, und das war sie in diesem- ihrem wunderschönen Kleid.😊


Eines der wunderschönen Kleider. Jedes einzelne Kleid war wirklich sehr hübsch, Sarah kann alles tragen. Aber genau eines von den sieben Kleidern wurde IHR KLEID. Ich kann euch das Kleid natürlich nicht zeigen. Überall Hochzeitsspione! 😁 Ihr müsst euch leider noch bis Oktober 2021 gedulden.😊

Aufs wohl der zukünftigen Braut! Wir haben dann erstmal die ein oder andere kleine Träne der Rührung weggewischt und auf Sarah und ihr Kleid angestoßen. Die Beraterin verließ uns und wir durften ohne MundNasenmaske viele Fotos von Sarah und ihrem Kleid machen. Wir haben Fotos in allen Konstellationen gemacht und natürlich auch ein Gruppenfoto.

 

Es war ein schönes Erlebnis und Sarah war sehr glücklich über den Tag. Denn natürlich hatte sie Bedenken, dass die Pandemie im Vordergrund stehen und das Ereignis sehr überschatten würde. Aber nein, es war einfach nur wunderschön! 💗

Ich wünsche euch ein gesundes und munteres Wochenende, herzlichst eine glückliche Tina

 

Einkäufe von Kopf bis Fuß - Oktober/November

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und wieder ist es soweit. Ich blicke mit euch auf meine Einkäufe von Mitte Oktober bis Mitte November zurück.

 

 Dieses Paar Chelsea-Boots habe ich euch schon gezeigt. Ich liebe sie!

Der Kauf dieses Paar Boots hat mich wieder mit Seufzen auf mein Schuhregal schauen lassen. Irgendwie drücke ich mich schon monatelang hier Ordnung zu schaffen. Jetzt habe ich Schuhboxen angeschafft und organisiert. Viel besser für meine Schuhe und für die Ordnung im Kleiderzimmer. Die Boxen haben Lüftungslöcher und ich habe in jede Box ein Lavendelsäckchen gelegt.😊

Der Platz zwischen den Boxen gehört den Sneakers welche ich zur Arbeit trage. So ist der Platz auch genutzt.

vorher                                          nachher

 

Die kleine Furla Tasche habe ich euch schon als mein Sweet-Piece gezeigt. Ich hatte Glück sie bei Ebay als super erhaltene Second Hand Tasche zu ergattern. Letzten Freitag durfte sie mit mir in den Pinkfriday.

 

Ich konnte nicht widerstehen als ich habe bei DaSempre eine schöne Kette entdeckt habe, welche toll zu der olivgrünen Seidenbluse passt, welche ich zum Geburtstag bekommen habe. Sie ist in diesem hübschen Säckchen versteckt geliefert worden.😊


Meine Lockenmähne braucht nach dem Waschen eine Lockendefinitionlotion. Meine war aufgebraucht und ich habe mich dieses Mal für Paul Mitchell entschieden. Ich bin zufrieden damit.

 

Im Sale bei Boden hat mich ein Pulli in Gelb betört und eine Seidenbluse in hellem Blau. Ich glaube es lag an den Farben. Ich mag sie beide sehr gern.

 

Das waren meine Einkäufe von Mitte Oktober bis Mitte November. 

 

Unbedingt muss ich noch erwähnen, dass uns/mich zwei sehr nette Patientinnen so großzügig beschenkt haben. Ich bin gerührt.♥

Schöne selbstgestrickte Armstulpen.


und ein großes Kuscheltuch!
 

 

Zu den Einkäufen von September/Oktober möchte ich ergänzen dass ich die Everdrops Reinigungstabs verwende und weiterhin verwenden werde. Es ist schön weniger Reinigungsmittel im Schrank zu haben und etwas für die Umwelt zu tun. Die Mittel funktionieren im täglichen Gebrauch sehr gut. Ich verwende sie mit einem Bad- bzw. Küchenschwamm und die Reinigungswirkung ist gut. Ich bin zufrieden. Wer hartnäckige Verkalkungen oder Verschmutzungen hat sollte auf etwas Anderes zürückgreifen und für den täglichen Gebrauch Everdrops nutzen.

Zu den Impfstoffen: Es ist bis heute kein Nachschub angekommen und es sieht tatsächlich so aus als wars das gewesen. 😒 Aber wie ihr wisst: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es wurden ja zusätzliche Impfdosen versprochen.

Passt auf euch auf und bleibt gesund! Die Lage ist ernst. Es ist viel viel schlimmer als im Frühjahr. Es ist unfassbar dass unsere Seniorenheime im Norden Mannheims so schwer betroffen sind. Wir sind sehr traurig darüber.


Ich wünsche euch von Herzen eine gute Woche. Herzlichst Tina

 

Lila Kleid mit Eule OOTD

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Mein Stil ist wankelmütig. Mal erwische ich mich wie ich ein ganz schlichtes, ja sogar cleanes Outfit total toll finde, ein anderes Mal mag ich es üppig, bunt und detailreich. Mal modern, mal Vintage oder ein Stil aus vergangenen Zeiten. Den Trends ergeben? Auf keinen Fall. Oft entdecke ich einen Trend für mich erst wenn er längst überall angekommen ist. Oder schon fast vorbei. Aber was solls?! 

Wenn ich meinen Stil beschreiben müsste, wäre ich tatsächlich überfordert. Es ist Tages- und Stimmungsabhängig würde ich wohl sagen. Einfach abhängig davon nach was mir gerade der Sinn steht. So kann es passieren, dass ich mir etwas Neues kaufe, es aber erst Monate später trage. Nicht weil ich es nicht mehr toll finde, sondern mir einfach noch nicht der Sinn dannach stand. Ich weiß das ist dekadent. Bin ich damit alleine?

Kürzlich kam ich sogar ohne mit der Wimper zu zucken an einem ganzen Tisch voll Mickey Maus Pullis vorbei! Ich konnte es kaum glauben, Sarah wohl auch nicht.😆 Sollte ich das jetzt an einem anderen Tag bereuen, habe ich ja zum Glück schon ein Mickey Maus Sweatshirt im Schrank. Manchmal hatte ich dann tatsächlich schon Sorge, dass ich jetzt nur noch "langweilige Kleidung" mag und ab jetzt einfach nur noch schwarze Hosen mit grauen Langarmshirts trage. Dazu winzig kleine Ohrstecker (ach was die lass ich auch weg) und keine Tasche! Ich stopfe einfach alles in die Hosentaschen! Bei dieser Vorstellung muss ich lachen, denn ich glaube soweit kann es nicht kommen. Denn am nächsten Tag ruft schon der Eulenrucksack nach mir. Oder kam der Ruf von der Elefantentasche? Die Schnecke war es aber auf keinen Fall!😁 Okay es war die Eule!

Vielleicht liegt es auch daran, dass man heute eigentlich alles tragen kann. Natürlich ist etwas mal besonders gut und oft zu finden, aber so richtig weg sind andere Sachen doch nie. Die Möglichkeiten sind heute unbegrenzt und wenn man denkt etwas ist out, entdeckt man es schon wieder neu. Ich mag das eigentlich sehr gerne, denn es sorgt für Vielfalt und Abwechslung auf den Straßen. 

Das lila Kleid habe ich am 15.11. 2017 schon getragen. Zum Notartermin für den Kauf des Nachbarhauses in dem Sarah heute wohnt. Den Cardigan kennt ihr auch schon zur Genüge. 2016 habe ich ihn schon in London zum Afternoon-Tea getragen. Und natürlich mein Sweet-Piece





Kleid: Navabi, alt
Kaschmircardigan: Boden, alt 
Ankleboots: Liebeskind Berlin, alt
Eulen-Tasche: Furla, second Hand via Ebay
Ohrringe: Etsy neu 2020
Eulen-Ring: Les Néréides, alt





 

 

 


Hach ich hab mich wieder total wohl gefühlt in diesem Outfit und die Eule passt doch wirklich perfekt, findet ihr nicht auch?! 

Ich freue mich mal wieder dass Freitag ist. Aber wisst ihr auf was ich mich noch mehr freue? Auf Sarah's Brautkleid-Anprobe Termin Morgen Vormittag. Ich werde also bald wissen wie es ist die einzige Tochter zum ersten Mal in einem Brautkleid zu sehen.💟

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, passt auf euch auf und bleibt gesund und munter, herzlichst Tina


 

Dick sein - Ein Gastbeitrag

Ihr Lieben, der folgende Beitrag stammt von einer geschätzten Leserin ohne eigenen Blog. Es hätte den Kommentarrahmen wohl gesprengt. Deshalb die Idee eines Gastbeitrags von Sunni: 


tinaspinkfriday-by-priska
Fotorechte bei Priska

Wer dick ist, der ist auch …dumm, faul, undiszipliniert, reflektiert sich nicht, kümmert sich nicht um sein Äußeres…und ist einfach inakzeptabel

Gedanken zu einem Post und den Reaktionen darauf

Nachdenklich macht uns in den letzten Monaten ja vieles, auch manche Blogeinträge, Twitterstürme, Instagramselbstdarstellungen.
Mich persönlich hat Tinas Post über ihr Abnehmprogramm zum intensiven Nachdenken gebracht, denn es verdeutlich, insbesondere mit den Reaktionen darauf, wie wir uns und andere sehen, wie wir sie sehen wollen und sollen.
Die Grundtendenz aller Kommentare lautet im Prinzip, auch wenn nicht direkt so ausgedrückt: Wer schlank ist, ist: gesund, schön, fleißig, diszipliniert und überhaupt eigentlich toll.
Keiner sagt natürlich wörtlich: Wer dick ist, ist das Gegenteil. Das würde kaum einer öffentlich tun. Schaut man sich aber die Formulierungen einmal genauer an, so drücken sie eigentlich genau das aus.
Nun kann ich persönlich mich aus einer mehrfach betroffenen Sicht äußern und habe mir überlegt (und Tina gefragt, ob sie einen Gastbeitrag dazu mögen würde), dass man damit im Jahr 2020 eigentlich genau das Bild unterstützt, von dem wir uns doch alle (oder fast alle ( ) meinen emanzipiert zu haben. Äußerlichkeiten…
Im Allgemeinen schiebt man eine Sicht auf derlei Dinge ja gern männlichen Aussagen zu. Indirekt denkt aber FRAU wohl ganz genauso. Ist das schlimm? Nö, werden manche jetzt raunen oder es auch laut aussprechen. Gesundheit, Anerkennung, Durchsetzung, Erfolg…ist doch alles nur möglich, wenn man entsprechend aussieht, oder?
Vielleicht kann ich mit meinem nur kleinen Beispiel aushelfen, einmal darüber nachzudenken, welche Vorverurteilungsmechanismen in uns wirken.
By the way: Ich persönlich finde Tinas Weg gut, bewundere sie und hoffe, sie wird das lange durchhalten können. Aber der MENSCH Tina ist für mich völlig derselbe, ob er nun 20 kg leichter ist oder schwerer. Leider, muss ich das sagen, oder zum Glück. Denn ich finde eigentlich nichts schlimmer, verachtenswerter, als Menschen nach ihrem Äußeren zu bewerten.

Ich selbst habe eine sehr wankelmütige Gewichtskarriere hinter mir. Darauf bin ich nicht stolz, aber sie zeigt mir genau, was welche Situation bewirkt.
Als Kind war ich völlig normalgewichtig, eher etwas dünn, aber nie mollig – wie es so schön heißt und eigentlich Böses meint. Als sehr junge Frau und mitten im Studium wurde ich schwanger und nahm erheblich zu. Das Gewicht verschwand auch nicht etwa mit der Entbindung, wie ich immer leise gehofft hatte, es war da. Und es löste sich auch nicht im Ansatz auf, als ich wenige Monate später von einem zukünftigen Theologen geschieden (er wollte noch etwas vom LEBEN haben, Zitat) mit einem kranken, krippenunfähigen Kleinstkind vor meinem Staatsexamen stand. Dieses absolvierte ich dickhäutig – ja, genau so! - und fing an, unter erschwerten Bedingungen jeder Art zu arbeiten. Meine Schüler fanden mich nicht dick, ich mich schon, weil – siehe oben – ich nicht dem Schönheitsideal entsprach, also keine engen Hosen tragen konnte, kurze Röcke nur sehr bedingt…
Damals dachte ich nicht viel über mein Äußeres nach, ich hatte ganz andere Probleme. Die wurden nicht kleiner, als ich ein Jahr später heiratete, zu schnell, um Katastrophen abschätzen zu können, aber unter dem Aspekt, eine Wohnung zu bekommen, was in der damaligen DDR nur möglich war, wenn man verheiratet war.
Ich blieb also mollig, es störte keinen und ich bekam nach weiteren 7 Jahren ein 2. Kind. Diese Schwangerschaft brachte mich gewichtsmäßig an eine Grenze, ich überschritt ein dreistelliges Ergebnis. Es folgte ein Babyjahr zuhause mit zwei Kindern, einem Mann, dem kurz nach der Hochzeit eingefallen war, dass er ja noch 2 uneheliche Kinder hatte, für die er Unterhalt für 3 Jahre nachzuzahlen hatte. Ich entschied, neben meiner Babyzeit 3 Nebenjobs abends anzunehmen und strickte anschließend für andere Frauen schicke Pullover bis morgens um 2 Uhr, das brachte zusammen soviel ein, dass wir uns einen bescheidenen Urlaub und einen alten Trabi leisten konnten.
Irgendwann in dieser Zeit traf ich eine alte Bekannte, die mich fragte, wann es denn soweit wäre…Ich verstand die Frage erst nicht, ein paar Minuten später schossen mir die Tränen nur so aus den Augen, während ich den Kinderwagen steil bergan wuchtete. DER würde ich es zeigen, so nicht, nicht mit mir. (Achtung, Ehrgeiz!) Ich beschloss also: Ich werde dünn, sofort. Von da an aß ich 1,5 Jahre trockenes Brot, ab und an einen Apfel, wenn es gab, Tomaten und trank Kaffee. Dass ich fast genau zu dieser Zeit meine Berufstätigkeit wieder aufnahm, war mit Sternchen vor Augen unangenehm, aber unumgänglich. Ich nahm ab, ich passte in Hosen, man drehte sich nach mir um, ich war im FLOW. Schlussendlich landete ich bei 52 kg Abnahme, viel „Bewunderung“, einigen Kreislaufzusammenbrüchen und der Aussage meiner beiden Töchter viel, viel später: „Mutter, das war die schlimmste Zeit in unserem Leben, du warst unerträglich!“
Aber ich war schlank, ich trug nicht mehr Säcke in Größe 52/54, nein, ich wandelte in Größe 32/34 durch die Stadt und beschaute mich in jedem Schaufenster.
Etwa zu dieser Zeit waren die unehelichen Kinder abbezahlt und die Ehe krachte mit lautem Knall auseinander. Ich stand allein da, mit 2 Kindern, Beruf, weiterhin Nebenjobs und den Eltern am Ort, die zunehmend älter und auch anspruchsvoller, was Hilfen betraf, wurden.
Macht nichts, dachte ich mir, voller „Selbstdisziplin“, du schaffst einfach alles, wenn du nur willst, du schaffst auch das. Dass sich mein Gewicht von 54 kg auf 60 erhöht hatte, fiel weder mir noch anderen auf, bei 1,64 war das noch immer sehr schlank und für die Masse „gut ansehbar“.
In diese Zeit fallen der Anfang meiner Diabeteserkrankung ebenso wie die ersten Zeichen von Arthrose in den Knien, die jeder in unserer Familie hatte, auch meine sehr sportliche Großmutter, die erste weibliche Sportlehrerin überhaupt vor Ort.
2 Jahre später lernte ich meinen Mann kennen, wir beschlossen ein gemeinsames Leben, aber die ersten 18 Jahre eben berufs -und wohnsituationsbedingt an 2 Orten und nur am Wochenende und im Urlaub vereint.
Meine berufliche Tätigkeit erstreckte sich fast ausschließlich auf vormittags im Stehen, nachmittags und abends im Sitzen, meist bis 23 Uhr korrigieren, da ich nahezu nur die Klassen 11 und 12 in korrekturintensiven Fächern (D, Engl) unterrichtete. Dazu kamen Tätigkeiten an der HS als Dozentin für Fachenglisch und VHS sowie Nachhilfeunterricht, um alle Kosten, auch für die Ausbildungen der beiden Töchter in langen Studien zu schaffen. Disziplin in der Arbeit, im Haushalt und in der Planung aller Abläufe war meine Lieblingstätigkeit. Essen lief eher nebenbei, am WE in einem größeren Rahmen, da mein Mann ein sehr guter Esser und wunderbarer „Futterverwerter“ bis heute ist. Wir wanderten, machten Urlaube im Hochgebirge, fuhren an die See und schwammen stundenlang pro Tag. Ab und an merkte ich, dass meine Konfektionsgrößen sich der 46/48 näherten, das geht schneller, als manch einer denkt und braucht bei mir ca. 2200 kcal am Tag, trotz aller Mehrfachbelastung, und schon beginnt der leise, aber deutliche Anstieg.
Also, und in Anbetracht der Außenmeinung, wohlgemerkt nie von Schülern!, kamen so einige Einfälle: Diäten wie Kohlsuppe (7 kg weniger, 9 wieder drauf – Weight Watchers 11 kg weniger, 13 wieder drauf…und so weiter und so fort).
Dann schlug das Schicksal richtig zu, indem innerhalb eines Jahres beide Eltern an Krebs erkrankten und ich neben Beruf und Nebentätigkeiten ihre Versorgung auf allen Ebenen immer mehr übernahm, und zwar vorwiegend allein. Wer einen Gallengangskrebs bis zum letzten Atemzug und einem tagelangen Koma zuhause gepflegt hat, neben vollem Beruf, weiß, was das bedeutet. Jeder andere halte sich besser zurück. Dazu kam die Magenkrebserkrankung meines Vaters, der wohl nach dem Tod der Mutter dann 6 Wochen im KH lag, was aber mit sich brachte, dass ich an jedem Nachmittag 36 km fuhr, um ihn zu besuchen, weil ich es nicht aushielt, mir vorzustellen, wie er wartend am Fenster stehen würde. Das war die Zeit, in der ich immer! eine Tafel Schokolade im Auto liegen hatte und sie auch nahezu täglich aß, damit mir die Hände nicht so zitterten, sowohl beim Fahren als in der Schule, aber besonders nicht meinem alten, kranken Vater gegenüber.
Er starb am letzten Tag seines Rehaaufenthaltes, ich wog inzwischen 86 kg. Keiner fand das schlimm. In der Schule empfanden mich alle als besonders durchsetzungsfähig, sehr diszipliniert, äußerst fleißig, was übrigens keineswegs beliebt ist unter Kollegen. Inzwischen war mein Mann arbeitslos geworden, wir bauten das elterliche Haus um, ich versuchte trotz aller Belastungen etwas weniger zu arbeiten und trotzdem alles, auch mit der kleinen Rente meines Mannes im Griff zu behalten. Die Töchter wurden fertig mit ihren Studien, wobei beide immer auch nebenbei gearbeitet hatten, also sich nicht etwa auf Mutters Leistung ausruhen konnten und wollten.
Als endlich alles soweit fertig war und ich mich mit meinen Kilos auch gar nicht hässlich fühlte, wenn auch etwas zu schwer, kam…der Krebs meines Mannes von einem Tag zum anderen wie ein Blitz aus der Hölle. Metastasiert von der Hüfte bis zur Schädelbasis, Prognose noch ein halbes Jahr. Ich konnte mich kurzfristig entscheiden zwischen verrückt werden oder Mut machen und entschloß mich wild und ungestüm für die 2. Variante. Ich begleitete meinen Mann, da ich damals in Altersteilzeit gegangen war (als hätte mir das Schicksal das diktiert, nicht etwa meine bis heute anhaltende Liebe zu meinem Beruf!) in allen Behandlungsphasen, ich kochte und tue es bis heute, jeden Tag frisch. Es gibt für ihn, der weiterhin gern und durchaus auch viel isst, 5 Mahlzeiten am Tag (Frühstück, 2. Frühstück mit Proteindrink für den Muskelerhalt, Mittagessen, Kaffeetrinken plus Abendbrot), dazu soviel Abwechslung wie irgend möglich mit kleinen Ausflügen in die Umgebung, Theater, Konzert... Ich (70) fahre ihn (fast 83) zu jedem Arztbesuch, auch 360 km entfernt und über 3 Autobahnen, ich besorge Bücher, ich priorisiere seine Nöte, seine Befindlichkeiten und sein Leben, weil es mir das wert ist, weil er derjenige Mensch war, der mir und meinen Töchtern beistand, wann und wie er immer es konnte und weil er ein liebenswerter, anständiger Mensch ist, der das verdient.
Nebenbei schreibe ich Bücher, unterrichte per Fernunterricht meine Enkel seit Februar in Coronazeiten, korrigiere für Bekannte ihre Bachelor- und Master- sowie Doktorarbeiten.
Und ich wiege 118kg. Ja, und ich esse mit meinem Mann, weil er es sonst nicht tut. Nein, ich esse nicht, was er selbst verträgt, aber wer mit 2 200kcal zunimmt, der muss nicht viel essen. Und dann sagt man mir, es fehle mir an Selbstdisziplin oder Selfcare, diesem schönen NEUwort, das eigentlich bedeutet: Schau, wie du selbst am besten durchkommst, alles andere sollte dich nicht interessieren.
Vielleicht sollten wir uns abgewöhnen über andere zu urteilen. Uns ganz einfach bescheiden auf unser eigenes Leben konzentrieren. Ich bin mir sicher, es gibt bei jedem genug Baustellen. Einen Menschen wegen seines Äußeren zu verurteilen sagt alles über den Urteilenden, nichts über den Betroffenen.
Ich möchte schließen mit dem schönen Spruch, der etwas abgenutzt ist, aber immer wieder zutrifft: Erlaube dir kein Urteil bevor du nicht in meinen Schuhe gelaufen bist…
Allen einen freundlichen Gruß und das zum Abschied: Entscheidend ist nicht euer Gewicht, es ist euer Charakter.

 


Pailletten, Tuell und Paula Cademartori OOTD

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Es war im Jahre 2010 als ich mich, mit vielen anderen Frauen auf der Welt, in die Taschen von Paula Cademartori verliebt habe. Was habe ich die bunten Taschen mit der tollen Schnalle damals angeschmachtet. In jeder Modezeitschrift waren sie zu sehen!

Zum ersten Mal "live" sah ich eine Cademartori Tasche bei unserem Bloggertreffen in München im Mai 2019. Claudia von Claudias Welt hatte ihre Paula Cademartori Tasche umhängen, als ich sie im Hotel zum ersten Mal persönlich kennenlernte. Natürlich durfte ich die Tasche mal ganz genau anschauen und die Begeisterung entflammte neu. Ehrlich es fühlte sich an als würde ich den heiligen Gral in der Hand halten! Dieses weiche feine Leder ... hachz. Übrigens stammen Claudia und die Designerin der Taschen beide aus Brasilien. 

Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, was in meinem Hirn geschah, als ich ganz unbedarft im Netz bei Yoox-Net-a-Porter nach einem Geschenk für die Nichte zum Geburtstag gesucht habe und mir plötzlich eine Cademartori Tasche angezeigt wurde! Ohhhhh ihr wisst bereits wie das endete, im Aufbewahrungsbeutel habt ihr sie schon im Post Einkäufe von Kopf bis Fuß-September/Oktober gesehen.😊

Pailletten und Tüll gehen auch im Alltag. Man fühlt sich besonders schön wenn man damit zum Einkaufen geht oder in den Gartencenter geht. Oder auf die Geburtstagsfeier der 14 jährigen Nichte.  


 

 Kleid: Samoon, 2019
Cardigan: Boden direct, 2017 
Walkwoll-Schnürschuhe: Intramontabile, 2016 
Tasche: Paula Cademartori, 2020
Frida Kahlo Ohrringe: kleiner Laden in Rom Trastevere, 2018
Armreif: Second Hand via Ebay, 2020

 

 

 

 

Freitag der 13. November, dieses verrückte Jahr 2020. Mode und mein Blog machen mir gute Laune. Das ist meine "leichte Kost"! 

Tatsächlich haben wir jetzt mehr Covid-19 Fälle unter unseren Patienten als im Frühjahr. Da heißt es doppelt Vorsicht walten lassen und sich an die Regeln halten, auch wenn man deren langsam müde wird. Ich bitte euch inständig, es ist wirklich wichtig!

Ich hoffe natürlich euch geht es allen gut?! 

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, bleibt gesund und munter, herzlichst Tina


 

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