Manchmal wenn es mir nicht so gut geht, gehe ich in meinen Kleiderschrank und schlagartig bin ich glücklich und hüpfe durch die Gegend als wäre ich nicht schon über 90. (Iris Apfel)
Ich denke Menschen mit einem Faible für Mode kennen dieses Gefühl. Die Macht schöner Kleidung – Wenn Mode plötzlich zur Superkraft wird! Kennt ihr das Gefühl, wenn man ein Outfit trägt, das einfach sitzt? Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch? Du schaust in den Spiegel und denkst: „Welt – ICH komme!“
Genau das ist die Macht schöner Kleidung. Sie kann nichts an der Realität ändern – aber irgendwie fühlt sie sich an, als könnte sie es. Ein Outfit ist Stimmung in Stoffform. Kleidung ist im Prinzip Mode-Therapie. Ein Blazer kann euch in fünf Sekunden in die „Ich bin organisiert“-Energie katapultieren. Ich glaube, deshalb brauchte ich einen im Schrank.😁
Ein rotes Kleid flüstert: „Heute bin ich die Hauptfigur, seht mich an.“ Ich habe euch schon einmal erzählt, dass ich auf einer Messe im roten Kleid einfach öfter angesprochen wurde, als sonst. Das damalige rote Kleid hat mich verlassen, aber ich habe es ziemlich schnell ersetzt.😉
Und ja – die gute alte Jogginghose hat auch ihre Daseinsberechtigung. Nur eben eher unter dem Motto: „Ich verweigere die Realität heute konsequent.“ „Oder ich habe endlich Feierabend und chille jetzt!“ Zu Hause ziehe ich mich immer um und trage Jogginghose. Für draußen, nur im Garten.☺️
Schöne Kleidung sendet Signale – auch an uns selbst. Gerade an uns selbst. Ich kleide mich nicht für andere, ich kleide mich für mich selbst. In genau der Version, in der ich mich heute sehe. Ja, ich sehe mich heute in diesem tollen Rock, dem knalligen Shirt in Orange und meinem karierten Schweinchen von Tory Burch. Das ruft schon „Schaut mich an!“ Verstecken möchte ich mich in diesem Outfit heute sicher nicht. Wie oft wurde hier schon kommentiert, dass ich mutig bin?!☺️

Wollt ihr euch mutig fühlen? Angesprochen werden? Tragt Rot. Oder nimm die Schweinchen-Handtasche aus dem Schrank!🤭
Wollt ihr Ruhe ausstrahlen? Greift zu Blau.
Wollt ihr wirken, als hättet ihr euer Leben komplett im Griff? Dann: Blazer darüber. Magisch.💕
Mode ist keine Oberflächlichkeit. Sich schön anzuziehen heißt nicht, stundenlang vorm Spiegel zu posen oder Trends hinterherzurennen. Es heißt: Ich nehme mich ernst genug, um mir Mühe zu geben. Und das darf wirklich Spaß machen und dann darf man vor dem Spiegel tanzen. Es ist ein kleines, alltägliches „Ja“ zu dir selbst – in Baumwolle, Seide oder Secondhand Denim. Was gerade passt.
Sich anzuziehen, kann ein Ritual sein. Nicht dieses „Oh nein, ich hab nichts zum Anziehen“-Drama, sondern ein kleiner Akt der Selbstmotivation. Du entscheidest: „Heute bin ich die Version von mir, die Kaffee verschüttet – aber dabei verdammt gut aussieht.“ Hab ich für euch getestet!😅
Das ist eine Stimmung, mit der man fast alles überlebt. Kleidung kann kein Problem lösen, aber sie kann das Gefühl vermitteln, dass ihr es könnt. Und ehrlich gesagt: Das reicht oft schon.
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| Der Secondhand gekaufte Strickmantel von Ralph Lauren ist auch zu diesem Rock wunderbar. |
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| Ich liebe den Look von Kopf bis Fuß.💕 |
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| "Peggy the Pig" von Tory Burch. Sollte ich je "Rita the Rat" finden, gehört sie auch mir. |
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| Der Rock hat Streifen in verschiedenen Brauntönen, mit Glitzerstreifen und in Creme. Die Stiefel sind etwas dunkler, als auf dem Foto. |
Outfitdetails: Strickmantel: Ralph Lauren; Langarmshirt: Betty Barclay; Rock: Marc Cain; Stiefel: Tamaris; alles secondhand via Momox fashion; Peggy the pig Tasche: Tory Burch 2021; Kette: Edna Mo 2021 via Etsy; Hornarmreifen: da-sempre; Wollponcho: da-sempre
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Schöne Kleidung hat Macht. Nicht, weil sie uns verwandelt, sondern weil sie uns erinnert, wer wir sein können.
Sie ist keine Fassade – sie ist Rüstung, Bühne, Trostdecke und Stimmungsmacher in einem. Also: Zieh dich schön an. Für dich. Für deinen Tag. Und ein bisschen auch für die Welt. Ich gebe zu, ich habe mir darüber Gedanken gemacht, als ich kürzlich im Shopping-Center unterwegs war. Wie viele Menschen sich wahrscheinlich gar keine Gedanken um ihre Kleidung und vor allem um ihre Wirkung darin machen. Ob sie die Superkraft ausgewählter Kleidungsstücke kennen? Ich kenne sie auf alle Fälle, denn ich spüre einen Unterschied in meinem Verhalten und in dem Verhalten der Mitmenschen auf mich, wenn ich diese Supermacht nutze.☺️ Dieses Outfit mit dem Shirt in kräftigem Orange und dem schönen Rock in Brauntönen, dem Strickmantel und dem federleichten Wollponcho gibt mir ein wunderbares Gefühl von Wohlbefinden und Weiblichkeit. Damit ich nicht alleine bin, begleitet mich meine Peggy the Pig Tasche. Darin bin ich heute bereit, die Welt zu umarmen.💕
Aber auch ich ziehe manchmal einfach etwas aus dem Schrank, nur um was anzuhaben, das gebe ich zu. An diesen Tagen bin ich dann einfach nur unterwegs, um das zu erledigen, was ich zu tun habe, ganz ohne die Macht.
Nutzt ihr manchmal die Superkraft? Oder vielleicht sogar täglich? Oder ist das alles Humbug?
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzlichst Tina